Das ist Lisa Reichardt In 6 Schritten zur erfolgreichen App-Store-Optimierung

Von Lisa Reichardt am 19.07.2017
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In diesem Artikel stellen wir Ihnen 6 Schritte für die erfolgreiche App-Store-Optimierung vor - inklusive einem Special-Tipp, den Sie so vielleicht noch gar nicht im Blick hatten, aber mit dem Sie die Downloadzahl Ihrer App deutlich erhöhen können.

Sei es die Rettung vor der Langeweile, Geldersparnis durch tolle mobile Deals, der Nervenkitzel für unterwegs durch die neuesten Fußballergebnisse oder gesparte Arbeitszeit durch die effiziente Business App. Heute gibt es für nahezu jedes menschliche Bedürfnis eine passende App. Um die passende App zu finden, nutzen 62% der Menschen dann die Suchfunktion der großen Marktplätze, Apples App Store oder Googles Play Store. Deshalb ist es so wichtig Ihr App-Store-Listing zu optimieren. Mit ASO können Sie darauf hinwirken im Store-Ranking weit oben gefunden und auch angetippt zu werden.

Was ist App-Store-Optimierung und warum ist sie so wichtig?

(Fast) jeder Online-Marketer ist mit der Suchmaschinenoptimierung für eine Website vertraut. Die Suchmaschinenoptimierung dient dazu, dass eine Website für die relevante Zielgruppe in den Google-Suchergebnissen leicht aufzufinden ist und bestenfalls auf einer Top-Ranking-Position steht. Das Nonplusultra: Die Seite wird vom Nutzer angeklickt und am Ende erinnert sich der Nutzer an die Seite und somit an das Unternehmen oder trifft direkt eine Kaufentscheidung. Impressions, Klicks oder CTR - Kennzahlen der Akquisition, die jeder Marketer in- und auswendig kennt und er weiß ganz genau, an welchen Berührungspunkten er drehen muss, damit die Website einen dauerhaften Höhenflug der SEO erlebt.

Die App-Store-Optimierung folgt dem gleichen einfachen Prinzip wie SEO: Durch bestimmte Maßnahmen erzielt eine App eine höhere Ranking-Position und ist somit leichter aufzufinden. Es gilt: Umso höher Ihre App rankt, umso auffindbarer ist sie und desto mehr Downloads wird sie generieren.

Doch die beiden gängigen Stores - Apples App Store und Google Play Store - haben mittlerweile 5 Millionen Apps im Repertoire. Eine Menge Konkurrenz für Ihre App. Das heißt für Sie, dass es schon längst nicht mehr ausreicht, eine App in den Stores zu veröffentlichen und auf gut Glück zu hoffen, dass die App von alleine eine gewisse Anzahl an Downloads generiert. Damit Ihre App gefunden werden kann und den Nutzer zum Download animiert, muss die App von Ihnen ideal positioniert werden. Aber wie stellen Sie das am besten an? Wir zeigen Ihnen die 6 wichtigsten Schritte wie Sie mit ASO in den Top-Ranking-Postionen mitmischen und wie Sie den Nutzer davon überzeugen, warum er gerade Ihre App downloaden sollte.

Aber bevor Sie aktiv eine App-Store-Strategie entwickeln und umsetzen, sollten Sie Antworten auf die folgenden wichtigen Fragen finden. So können Sie Ihre ASO-Strategie noch gezielter ansetzen:

  • Welche Sprache spricht meine Zielgruppe?
  • Warum installiert und nutzt Ihre Zielgruppe die App?
  • Was ist DER entscheidende Vorteil Ihrer App?
  • Nach welchen Begriffen sucht Ihre Zielgruppe?
  • Wie kann ich im Wettbewerb gegen andere Apps mit dem gleichen Keyword vom Nutzer gefunden werden?

Eins ist klar: Formen Sie Ihre Strategie um Ihre Zielgruppe herum - das ist der Schlüssel zum Erfolg.

Die 6 Schritte der erfolgreichen App-Store-Optimierung..
.. und wie Sie es richtig machen!

Schauen Sie sich die folgenden Bilder an und Hand aufs Herz: Welche App würden Sie eher installieren? TUDU: Einfache & schnelle To-do-Listen oder TUDU - Die allerbeste Todo-Listen-App auf der Welt?

Da wir Ihnen nicht nur in Schriftform erzählen wollen wie Sie eine Strategie für Ihre App-Store-Optimierung richtig aufsetzen, führt Sie eine To-Do-App als Anschauung durch die einzelnen Schritte. Befindet sich ein rotes Kreuz am Bild? So sollten Sie es auf keinen Fall machen. Befindet sich hingegen ein grünes Häkchen am Bild? Dann wissen Sie: So geht es richtig!

Schritt #1: Das Keyword - zielgruppenrelevant muss es sein!

Je populärer das Keyword, desto mehr Apps werben um das beste Ranking. Wenn Sie ein zu allgemeines Keyword verwenden, erscheinen dem Nutzer hunderte oder gar tausende Ergebnisse und irgendwo ist Ihre App gelistet. Es ist aber unwahrscheinlich, dass der Nutzer sie findet. Finden Sie deshalb heraus, welches das relevanteste Keyword ist, nach dem Ihre Zielgruppe am meisten sucht, damit Ihre App gefunden wird und Sie sich von der Masse abheben.

Doch vermeiden Sie es Ihr Keyword willkürlich oft zu wechseln, das beeinflusst Ihre Auffindbarkeit nur unnötig negativ. Behalten Sie immer im Blick, dass die Wahl der richtigen Keywords kein Selbstläufer ist. Vielmehr ist es ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, der beobachtet und optimiert werden muss - damit Sie Ihre Zielgruppe noch gezielter erreichen.

So finden Sie das richtige Keyword: Bekommen Sie ein Gefühl dafür, was Ihre Zielgruppe sucht. Über die Auto-Suggest-Funktion von Google Play können Sie testen, welches Suchvolumen Ihr ausgewähltes Keyword zur Zeit hat. Wichtig ist: Verwenden Sie einen Mix aus Keywords mit einem großen Suchvolumen und auch allgemeine Begriffe, die Ihre App definieren. Achten Sie darauf, dass Ihre Keywords zu Ihrer App passen müssen. Haben Sie die passenden Keywords gefunden, verwenden Sie sie unbedingt im App-Titel und der Beschreibung. Mehr dazu erfahren Sie in Schritt drei und fünf.

App Store

Im Apple App Store gibt es ein eigenes Keyword-Feld mit 100 verfügbaren Zeichen für Ihre auserwählten Keywords. Nutzen Sie Kommas, um Ihre Keywords zu trennen.

Google Play

Im Google Play Store gibt es hingegen kein eigenes Keyword-Feld. Google orientiert sich vielmehr am klassischen SEO. Der Google Algorithmus gewichtet die Keywords, die in der Beschreibung stehen. Mehr dazu finden Sie unter "Schritt #5".

Schritt #2: Das Icon - einzigartig, aber einfach!

Das Icon Ihrer App ist das allererste, was der Nutzer von Ihrer App wahrnimmt, wenn Ihre App dem Nutzer angezeigt wird. Deshalb sollten Sie ausreichend Zeit für ein starkes, aussagekräftiges und einzigartiges Icon investieren, welches Ihre App würdig vertritt. Vermeiden Sie unnötige Details, sondern setzen Sie in der Gestaltung auf Einfachheit: keep it simple!

App Store

Apple gibt für das App-Icon eine bestimmte Größe vor, die Sie unbedingt einhalten sollten, damit das Icon in jeder beliebigen Größe gut aussieht.

Google Play

Auch Android hat für die geeignete Icon-Größe eine Vorgabe definiert.

Ganz egal welche Größe - das App-Icon muss immer für den Nutzer ansprechend aussehen. Schauen Sie am besten im Store auf Ihrem Smartphone in den TOP-Charts vorbei und lassen Sie sich inspirieren, was aktuell im Icon-Trend liegt. Die genauen Größenangaben der beiden Stores haben wir für Sie in unserer ASO-Checkliste aufgelistet, welches zum Download am Ende des Artikels verfügbar ist.

Schritt #3: Der Titel - machen Sie es kurz!

Der Titel ist der wichtigste Faktor der App-Store-Optimierung. Wählen Sie einen kurzen, einzigartigen und prägnanten Titel für Ihre App, der beschreibt, was Ihre App macht. Vermeiden Sie es Ihren Titel beliebig oft zu wechseln - auch das wirkt sich negativ auf Ihre Auffindbarkeit und das Ranking Ihrer App aus. Achten Sie vielmehr darauf, dass Ihr Keyword am Anfang des Titels enthalten ist, denn das Keyword im App-Titel erhöht das Ranking um ganze 10,3%.

App Store

Unter der aktuellen iOS-Version haben Sie für Ihren App-Titel noch 50 Zeichen zur Verfügung. Nach dem Update auf iOS 11, welches im Spätsommer/Herbst 2017 erscheint, können Sie nur noch 30 Zeichen für Ihren App-Titel verwenden. Im App Store gibt es zusätzlich einen Untertitel. Für diesen haben Sie 30 Zeichen frei. Vermeiden Sie nichtssagende Lobeshymnen wie "Weltbeste App". Setzen Sie stattdessen auf das Hervorheben der Features Ihrer App, die dem Nutzer nützen.

Google Play

Statt wie Apple die Zeichen zu verringern, stockt der Google Play Store von bisher 30 Zeichen auf 50 Zeichen auf.

Schritt #4: Kategorien

Für Ihre App müssen Sie eine Kategorie wählen, unter der die App gelistet werden soll. Sucht der Nutzer beispielsweise nur über die Kategorien muss Ihre App auffindbar sein. Wählen Sie eine passende Kategorie für Ihre App aus, die Ihre App am besten beschreibt.

App Store

Im App Store gibt es 24 Kategorien aus denen Sie wählen können. Von Büchern über Bildung bis zur Medizin - es gibt (fast) für alles die passende Kategorie. Sie können im App Store zwei Kategorien-Gruppen auswählen: die Hauptkategorie und die Unterkategorie. Besonders die Hauptkategorie ist bedeutend für die Auffindbarkeit Ihrer App, denn in dieser Kategorie wird Ihre App im App Store zu finden sein.

Google Play

Im Google Play Store lässt sich aus 33 Kategorien wählen. Hinzu kommt die Spiele-Kategorie mit 17 Unterkategorien sowie eine Familien-Kategorie mit 9 Unterkategorien. Somit ist für jede erdenkliche App eine passende Kategorie zu finden.

So könnte die TUDU-App als Vorschlag in der Kategorie "Effizienz" erscheinen.

Angenommen Sie haben eine To-Do-App, die in zwei Kategorien passen würde - für welche Kategorie entscheiden Sie sich? Um zu entscheiden, welche die passendere Wahl ist, beachten Sie einfach folgende Punkte:

  • Was ist der Zweck Ihrer App?
  • In welcher Kategorie sucht Ihre Zielgruppe?
  • Welche Kategorien beinhalten ähnliche Apps wie Ihre?

Wenn jetzt doch ein Nutzer in den Kategorien gesucht und auf Ihre App getippt hat, dann landet er auf der Detailseite Ihrer App im Store - warum sollte er Ihre App installieren?

Schritt #5: Die Beschreibung - die ersten 3 Zeilen sind entscheidend!

Weniger als 2% der Nutzer öffnen die volle Beschreibung, um mehr über eine App zu erfahren. Aus diesem Grund sind die ersten drei Zeilen entscheidend, um den Nutzer mit den wichtigsten Informationen für Ihre App zu begeistern. Stellen Sie sich es vor wie ein App Pitch: Ein Satz, der klar und deutlich erklärt was Ihre App macht und warum gerade sie so besonders ist. Genau das muss in den ersten drei Zeilen zu lesen sein.

Alle darauffolgenden Zeilen werden durch "Mehr anzeigen" versteckt. Beschreiben Sie in einfachen Worten den besonderen Nutzen und welche Vorteile Ihre App für den Nutzer mitbringt. Und nicht zu vergessen das Keyword: Bauen Sie in Ihre Beschreibung das Keyword ein. Doch halten Sie es natürlich.

Hat Ihre App bereits Auszeichnungen gewonnen oder haben Sie Ihre App auf Social Media vermarktet? Erwähnen Sie alle "sozialen Beweise" mit denen Sie Ihre App schmücken können. Gibt es nach einem Update neue Features, schreiben Sie es in Ihrer Beschreibung und halten Sie die Neuerungen auch in Screenshots fest. In der Beschreibung sollte eine direkte Aufforderung zum Download, also eine Call-to-Action, nicht fehlen. Um den Text übersichtlicher zu gestalten, verwenden Sie Aufzählungen für die Vorteile Ihrer App. Sprechen Sie in der Beschreibung die Bedürfnisse des Nutzern an und wie Ihre App diese erfüllen kann.

So könnte die "best practice" der Beschreibung aussehen

App Store

4.000 - so viele Zeichen haben Sie im App Store für die Beschreibung Ihrer App. Ab iOS 11 können Sie Ihre Beschreibung nur noch ändern, wenn Sie gleichzeitig eine neue Version der App einreichen. Einzig der neue Promo-Text lässt sich jederzeit verändern. Der Promo-Text wird sich über der eigentlichen Beschreibung befinden und soll 170 Zeichen zur Verfügung stellen. Über den Promo-Text können Sie bspw. aktuelle Deals promoten.

Google Play

In der Short Description haben Sie 80 Zeichen, um die relevantesten Informationen Ihrer App an den Nutzer zu bringen. Für die volle Beschreibung haben Sie wie im App Store 4.000 Zeichen zur Verfügung. Der Unterschied ist, dass die Beschreibung im Google Play Store einen größeren Einfluss auf das Ranking als im App Store hat. Der Grund liegt in der Natur von Google: Der Google Play Store ist der klassischen Suchmaschine viel ähnlicher, sucht und gewichtet die Keywords aus der Beschreibung heraus. Verwenden Sie das Keyword deshalb ganz natürlich: ca. fünf Mal sind völlig ausreichend. Niemand möchte das Keyword als jedes 3. Wort lesen. Immerhin geht aus der Beschreibung der Nutzen Ihrer App hervor und nicht das Keyword.

Tipp: Schreiben Sie den Text für den Nutzer und nicht nur für die Suche optimiert. Am Ende zählt immer der Nutzer.

Schritt #6: Die Screenshots

Auch wenn das Icon und die Screenshots keine direkten Auswirkungen auf das Ranking haben, so generieren sie Downloads. Kreieren Sie deshalb visuell ansprechende Screenshots, die qualitativ hochwertig und ein Augenschmaus für den Nutzer sind. Doch Screenshots sind nicht nur simple Screenshots der App - über die Screenshots können Sie die Vorteile und Besonderheiten Ihrer App per Text einbauen. Die Screenshots fungieren so quasi als Werbebanner. Diese Vorgehensweise ist sogar sehr üblich, wie die bekannten Apps Snapchat oder Kleiderkreisel demonstrieren.

Die Screenshots sollten die entscheidenden Vorteile Ihrer App hervorheben. Wenn Sie herausfinden möchten, mit welchen Screenshots Sie mehr Downloads generieren können, testen Sie in A/B Tests die App mit unterschiedlichen Screenshots - so finden Sie heraus, welche Screenshots erfolgreicher sind.

App Store

Im App Store können Sie bis zu 5 Screenshots hinzufügen. Die ersten zwei Screenshots sind dabei die wichtigsten, denn diese werden bei einem Suchergebnis dem Nutzer angezeigt. Auch bei den Screenshots ändert sich mit dem iOS 11 Update etwas: Ab dem Update sind auch vertikale Screenshots möglich und die Zahl der angezeigten Screenshots im Suchergebnis steigt von zwei auf drei. Auch bei der Anzahl der Videos geizt Apple nicht: Die Anzahl der möglichen Videos wurde verdreifacht. Der App Store spielt das Video automatisch lautlos ab. Nutzen Sie deshalb Ihre Möglichkeiten! Denn wie so ein schönes Sprichwort besagt: Bilder sagen mehr als tausend Worte! Und Videos sogar noch mehr. Aber denken Sie daran, dass 80% aller Nutzer nur die ersten 12 Sekunden (wenn überhaupt) schauen. Das Video sollte demnach in den ersten Sekunden alles wichtige und besondere Ihrer App zeigen. Schaffen Sie ein außergewöhnliches Nutzererlebnis.

Google Play

Der Google Play Store bietet im Gegensatz zum App Store drei Screenshots mehr an: bis zu 8 Screenshots können Sie hinzufügen. Im Google Play Store ist es ebenfalls möglich sogenannte "Werbevideos" einzufügen, die Ihre App repräsentieren. Das Video erscheint als erstes, noch vor den Screenshots. Hier gilt die gleiche Regel wie beim App Store: Halten Sie die Videos kurz und zeigen Sie in den ersten Sekunden die Besonderheiten Ihrer App.

Welche Pixelmaße die Screenshots und welche Formate die Videos für die beiden Stores und die verschiedenen Smartphone-Generationen haben müssen, können Sie aus unserer beigefügten ASO-Checkliste am Ende entnehmen.

Die weichen Faktoren

Mit diesen 6 Schritten können Sie eine fast ideale App-Store-Optimierung für Ihre App erzielen, aber wussten Sie, dass die wichtigste App-Store-Optimierung außerhalb der Stores stattfindet? Leisten Sie deshalb auch unbedingt außerhalb der Stores gute Arbeit, indem Sie die weichen Faktoren positiv beeinflussen:

  1. Fragen Sie nach Bewertungen! Die Bewertungen Ihrer App sind immens wichtig für die Anzahl an Downloads und damit das Ranking. Wie Sie gute Bewertungen erhalten, erfahren Sie unten.
  2. Beobachten Sie Bewertungen und Kommentare und antworten Sie auf jede einzelne Bewertung - sei es mit einem "Dankeschön", einer Hilfe für das Problem oder einer Erklärung bei Missverständnissen.
  3. Fixen Sie eventuelle Bugs schnell, informieren Sie die Nutzer darüber und danken Sie ihnen für das hilfreiche Feedback!
  4. Erreichen Sie Ihre Kunden direkt außerhalb der Stores auf Kanälen, die Sie schon kennen: Branchenmagazine, Messen, Kundeninformationszeitungen, die Blogosphäre usw.
  5. Verwenden Sie Online-Marketingmaßnahmen außerhalb der Stores, bspw. Kampagnen über Google. Es gibt eigens für Apps entwickelte Anzeigen, die Sie in Google für mobile Endgeräte schalten können. Wir zeigen Ihnen in unserem Special-Tipp, warum es sich lohnt.

Nach Bewertungen fragen - aber richtig!

Eine effektive Methode um Bewertungen zu erhalten, ist es, einfach die Benutzer Ihrer App darum zu bitten. Deshalb gehört es zum guten Ton, in Ihrer App in einer gelegentlich auftauchenden Nachricht den Benutzer darum zu bitten, doch im Store kurz eine Bewertung abzugeben. Doch Vorsicht: nur diese Funktion integrieren und den Benutzer direkt nach dem ersten Start der App um Bewertungen zu bitten, geht nach hinten los.

Identifizieren Sie lieber Interaktionen, die den Nutzer wahrscheinlich glücklich machen - sein erstes hochgeladenes Foto, das erste Mal, dass ein Freund den Inhalt des Benutzers liked, die erste gescannte Rechnung. Der Benutzer hat nun die App kennen und hoffentlich schätzen gelernt. Im Moment der Euphorie können Sie den Nutzer fragen, wie er die App findet. Aber beschränken Sie die Bewertung vorerst auf Daumen hoch oder Daumen runter, um den Nutzer nicht zu überrumpeln - und gleichzeitig eine Vorsortierung zu treffen.

Denn bewertet der Nutzer Ihre App mit Daumen runter, sollten Sie ihn nicht in den Store schicken - geben Sie ihm lieber ein anderes Ventil, um seine Unzufriedenheit auszudrücken. Ein nettes Formular für Feedback direkt an den Entwickler ist hier ein gutes Mittel. Bewertet der Nutzer Ihre App hingegen mit einem Daumen hoch: Fragen Sie ihn ob er bereit wäre eine Bewertung im Store abzugeben und verlinken Sie direkt in den Store. Geben Sie dem Nutzer das Gefühl so wenig Aufwand wie möglich mit einer Bewertung zu haben.

Dennoch gibt es auch Faktoren, die nicht in den Inhalten Ihres Store Listings liegen:

Faktoren, die Sie nur indirekt beeinflussen können

  1. Anzahl der Downloads: Dabei kommt es aufs Timing an: 10. 000 Downloads an einem Tag pushen das Ranking stärker als 10.000 Downloads im Zeitraum von einer Woche.
  2. Momentum der Downloads: Die Veränderung der Downloadanzahl innerhalb eines bestimmten Zeitraums.
  3. Durchschnittliche Rating: Unter iOS 11 gibt es folgende Änderung: Es ist möglich die Ratings für alle Versionen auf null zurückzusetzen. So werden neue Nutzer nicht von alten Ratings abgeschreckt, die einen Bug in der letzten Version schlecht bewertet haben.
  4. Downloads vs. Deinstallationen: Die beiden Stores strafen Apps ab, die nach der Installation direkt wieder gelöscht werden und verschlechtern so das Ranking. Wie genau das Verhältnis der beiden Faktoren in einem bestimmten Zeitraum definiert ist, ist unbekannt.
  5. App Nutzung: Wie oft und wie lange wird Ihre App genutzt? Die Stores sollen nach täglicher und monatlicher Nutzung unterscheiden. Die Nutzungsdauer hängt auch immer von der Funktion und Usability der App ab.
  6. Zeitfaktor: Ganz einfach - Neue Apps ranken in den Stores besser.

Also, machen Sie Ihre App richtig, dann klappts auch besser mit dem Store.

Special-Tipp: Kampagnen mit App-Installationsanzeigen

Viele App-Marketer vergessen in ihrer ASO-Strategie einen wesentlichen, zusätzlichen Kanal. Wenn Nutzer Ihre App in den gängigen Stores finden, dann ist das toll und ein kleiner Erfolg Ihrer App-Store-Optimierung. Aber wäre es nicht noch viel toller, wenn Nutzer Ihre App auch über eine Suche in Google finden würden?

Wussten Sie, dass jeder vierte Nutzer eine App über eine Suchanfrage findet? Durch die Ergebnisse der Suchanzeigen werden Nutzer zum Download angeregt und die steigende Downloadanzahl wirkt sich wiederum positiv auf Ihr Store-Ranking aus. Deshalb führt kein Weg dran vorbei: Sie müssen mit Ihrer App auch außerhalb der Stores präsent sein.

Das Anzeigenformat wurde eigens von Google entwickelt und wird ausschließlich auf Smartphones und Tablets geschaltet. Sie können solch eine Anzeige in Ihrem AdWords Konto anlegen. Alles was Sie über Kampagnen mit App-Installationsanzeigen wissen müssen, erfahren Sie in der Google AdWords Dokumentation.

Lohnt sich das auch für Ihre App? Schauen wir uns ein Beispiel einer erfolgreichen Marketing-Strategie außerhalb der Stores an, welches think with Google in einem Artikel veröffentlichte:

"HotelsCombined bewirbt seine mobilen Apps beispielsweise seit 2014 auch in der Google-Suche und mit AdMob. Die Downloadzahl der App, in der die Preise von Hotels auf der ganzen Welt von Hunderten Websites und Apps verglichen werden, stieg zwischen Juli und August desselben Jahres um 150 % an. Außerdem verringerte sich der Cost-per-Acquisition mit 20 % stärker als bei jedem anderen Netzwerk."

So sieht die Kampagne mit App-Installationsanzeigen von HotelCombined aus

Und das ist allein mit den Kampagnen mit App-Installationsanzeigen möglich - alles außerhalb der Store-Sphäre. Es lohnt sich also diesen weiteren Kanal für Ihre App-Store-Marketing-Strategie zu nutzen.

Fazit

Jetzt wissen Sie, an welchen Berührungspunkten Sie für die ideale App-Store-Optimierung Ihrer App drehen müssen, um gefunden zu werden und mehr Downloads zu generieren. Wenn Sie alle 7 Schritte zu einer erfolgreichen App-Store-Optimierung beachtet haben, steht dem Erfolg Ihrer App nichts mehr im Wege. Nun entscheidet der Nutzer, ob er Ihre App braucht, installiert und über lange Sicht nutzt.

Orientieren Sie sich an den Bewertungen Ihrer Nutzer und hören Sie darauf was sie zu sagen haben. Kritisieren die Nutzer einige Fehler in Ihrer App, reagieren Sie so schnell wie möglich mit einem Update. Veröffentlichen Sie die Updates mit einem freundlichen Text in dem Sie den Nutzern für ihr hilfreiches Feedback danken und die App für sie verbessert haben, anstatt nur "bug fixes" als Beschreibung zu wählen.

Neben dem Nutzerfeedback, sollten Sie auch immer auf die Neuerungen in den Stores - wie dem iOS 11 Update, das den gesamten App Store komplett neu aufrollt - reagieren. Nur so schaffen Sie ein langfristiges tolles Nutzererlebnis, mit dem Sie den Nutzer an Ihre App binden. Denken Sie immer daran: App-Store-Optimierung braucht Zeit und ist ein Prozess, der dauerhaft beobachtet und optimiert werden muss.

Laden Sie jetzt unsere kostenlose ASO-Checkliste herunter - so haben Sie alle Anforderungen inklusive Best Practice auf einen Blick und Ihre ASO-Strategie wird garantiert zum Erfolg.

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