Das ist Danika Brodam Android 11 kommt - was das für Ihre Apps bedeutet

Von Danika Brodam am 23.03.2020
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Das Update zu Android 10 wurde vor einem dreiviertel Jahr erst ausgerollt, da kündigt Google mit Android 11 auch schon die nächste Version für Spätsommer 2020 an.

Bereits zu diesem Zeitpunkt stehen einige Entwickler Previews zur Verfügung, um von Fachleuten getestet zu werden. Die erste Beta Version wird voraussichtlich im Mai oder Juni 2020 bereit stehen.

Natürlich haben auch wir uns angeschaut, welche Features das neue Update mit sich bringen wird. Im Folgenden haben wir daher die wichtigsten Neuerungen zusammengefasst und uns angeschaut, was das für unsere Kunden als Herausgeber von Apps bedeutet.

Mehr Privatsphäre für den Nutzer – weniger Datensammlung im Hintergrund

Ähnlich zu iOS 13 kann der Nutzer einer App jetzt eine temporäre Berechtigung gewähren, um auf Dienste wie Kamera, Standort oder Mikrofon zuzugreifen. Das bedeutet, der Nutzer erlaubt der App, so lange auf diese Dienste zuzugreifen, wie die App geöffnet ist. Sobald sie geschlossen wird, erlischt die Berechtigung und muss beim nächsten Öffnen wieder angefragt werden. App Anbieter sollten daher in Zukunft wirklich nur noch die notwendigen Berechtigungen anfragen und dem Nutzer verständlich machen, für was die Berechtigungen gebraucht werden. Wichtig ist das nicht nur, um eine dauerhafte Erlaubnis zu sichern, sondern vor Allem um eine permanente Ablehnung durch den Nutzer zu vermeiden. Denn lehnt dieser die Berechtigungsanfrage zweimal hintereinander ab, erscheint sie nicht wieder und gilt als permanent abgelehnt.

Ein heikles Thema ist die Standortabfrage. Hierbei handelt es sich um besonders sensible Daten. Wer die neuen Regelungen nicht befolgt, dem droht der Worst Case: die Entfernung der App aus dem Store. So soll die permanente Standortabfrage schwieriger werden - der Nutzer muss hier aktiv in den Einstellungen die Erlaubnis geben, dass der Standort dauerhaft abgefragt werden darf. Möchte eine App zukünftig den Standort abfragen, müssen die Entwickler erklären können, wofür genau die App Ortungsdaten verwendet und warum das notwendig ist. Diese Regeländerung gilt auch für bereits veröffentlichte Apps: das bedeutet, wenn Sie Apps anbieten, die den Standort abfragen, müssen Sie diese Anwendungen bis spätestens 2. November 2020 durch Google genehmigen lassen. Andernfalls wird die App aus dem App Store entfernt.

Einschränkungen des Datenzugriffs: Sicherheit für Nutzer, Bedrohung für App Entwickler

Während man bei Android 10 als Entwickler noch die Möglichkeit hatte, den sogenannten Scoped Storage zu umgehen, wird er jetzt mit Android 11 voll eingeführt. Bei bisherigen Android Betriebssystemen kann jede App auf den externen Speicher, also die SD-Karte des Smartphones, zugreifen. Auch auf die Daten, die andere Apps auf die SD-Karte gelegt haben. Ein Sicherheitsrisiko, das es zum Beispiel bei iOS Betriebssystemen nicht gibt. Mit dem neuen Update soll das nun auch für Android behoben werden: jede App wird ihren eigenen Sicherheitsbereich ("Sandbox") für ihre Daten haben, auf den andere Apps nicht zugreifen können. Außerhalb der Sandbox können die Apps dann nur noch auf Bilder, Videos und Audio-Aufnahmen zugreifen, alle anderen Datei Formate bleiben ihnen verwährt.

Für den Nutzer bedeutet das mehr Datensicherheit, vielen App Herausgebern allerdings macht es das Leben schwerer. Denn viele Apps, zum Beispiel Backup-Lösungen, brauchen den vollen Zugriff auf den Speicher. Dieser muss mit dem neuen Update aber wiederum bei Google mit einer guten Begründung beantragt werden. Erst mit einer Berechtigung kann die App dann weiter laufen wie zuvor.

Unsere erfahrenen App Entwickler behalten alle wichtigen Änderungen zu neuen Updates im Blick. So können wir garantieren, dass unsere entwickelten Produkte immer auf dem neuesten Stand sind. Falls Sie noch Rückfragen haben, rufen Sie uns jederzeit an.

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