Das ist Charlotte Couvé iOS 14: Wie App Anbieter den neuen Homescreen für sich nutzen können

Von Charlotte Couvé am 14.07.2020
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Auch in diesem Herbst wartet Apple wieder mit vielen Neuerungen für iPhone Nutzer auf. Unter anderem erhält der Homescreen ein Feature, das Android Nutzer schon lange kennen. Für App Entwickler ergeben sich so neue Möglichkeiten, die Zielgruppe noch effektiver zu erreichen.

Es gab Jahre, da brachte Apple mit einem iOS Update so viele Neuerungen, dass man glaubte, eine neue Welt in Händen zu halten. Siri und iCloud in iOS 5 bedeuteten Meilensteine und auch das neue, cleane Design in iOS 7 und der systemweite Dark Mode, der mit iOS 13 kam, wichen soweit vom Altbewährten ab, dass sie fast schon als Sensation galten. Nur der Homescreen blieb – abgesehen vom Einfluss des neuen Designs – unberührt: Als zentrale Instanz des Smartphones zeichnet er sich seit der Vorstellung des ersten iPhones durch die simple Anordnung und dadurch sehr intuitive Bedienbarkeit aus. App neben App, von oben links nach unten rechts. Individuelle Hochformen erreichte der Homescreen maximal durch die Sortierung aller Apps nach Farben, Priorität oder Kategorie. Wenig genutzte Apps konnten in die Cloud ausgelagert werden, um Speicherplatz zu sparen, waren aber weiterhin auf dem Homescreen zu sehen und warteten in der Regel halb verborgen in Sammelordnern.

Privat oder beruflich: größter Nutzen durch Individualität

Bildmaterial: Apple

Mit Ankündigung von iOS 14 und dem darauffolgenden Launch der Beta Version zeigt sich nun: Auf dem Weg hin zum Smartphone als ständiger, allumfassender Begleiter, ob privat oder im Business, wagt Apple den Schritt weg von der Tradition hin zu mehr Individualität. Ab Herbst 2020 stehen Nutzern dann die bisher nur vom linken Screen bekannten Widgets für den gesamten Homescreen zur Verfügung. Für Android Nutzer nichts Neues, dort gehörten die Interaktionselemente praktisch von Beginn an vollständig dazu. Nutzer können darüber bestimmten Apps aktuelle Informationen entnehmen, ohne die Anwendung öffnen zu müssen. Das Wetter Widget ist eines der anschaulichsten Beispiele.

Bildmaterial: Apple

Die neue Funktion ist aber nicht nur für Apple-eigene Apps verfügbar, sondern allen Anbietern von iOS Apps zugänglich. Die Widgets können in verschiedenen Größen und mit diversen Funktionen auf den Screens zwischen den Apps oder gemeinsam mit anderen Widgets platziert werden. Die Anordnung von Apps und Widgets bleibt aber weiterhin lückenlos und beginnt am linken oberen Bildschirmrand. Zudem können Anwender weniger genutzte Apps vom Screen entfernen, ohne sie löschen zu müssen. Sie landen in der neuen App Library, die von nun an auf dem rechten Screen zu finden ist und einen praktischen, gut sortierten Überblick bietet.

Bildmaterial: Apple

Smart Stack: Widgets orientieren sich am Nutzerverhalten

Für App Anbieter eröffnen sich mit dem Update neue Möglichkeiten, die Präsenz beim Nutzer auszubauen. Je nach Schwerpunkt eignen sich die neuen Widgets zum Beispiel für:

  • Status-Updates von vernetzten Maschinen
  • Batterieanzeigen von smarten Gegenständen
  • Übersichten von durchgeführten Scans
  • aktuelle Statistiken

Auch darüber hinaus sind die Möglichkeiten vielfältig. Sie können Ihre App individuell erweitern und auf die Bedürfnisse Ihrer Nutzer exakt zuschneiden. Diese sehen die wichtigsten Informationen sofort und gelangen mit einem Touch direkt in die App. Im Gegensatz zu Android ist es bei iOS auch möglich, Widgets im sogenannten Smart Stack zu stapeln. Über Wischgesten kann der User dann zwischen seinen favorisierten Widgets wechseln. Mehr Widgets pro Screen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, auf dem vorderen Homescreen zu landen. Zudem können Nutzer den Zeitpunkt, wann ihnen welches Widget des Stacks gezeigt wird, selbständig festlegen oder automatisch anhand des Nutzerverhaltens bestimmen lassen. Grade, wenn Anwendungen jeden Tag zur selben Zeit verwendet werden, ist diese Funktion praktisch.

Widgets der eigenen App erstellen

Um ein Widget zu erstellen, nutzen Entwickler das Widget Extension Template. Die Widget Extension fungiert als separates Modul in dem iOS Projekt und wird in die App eingebettet. Darin können Sie nun verschiedene Varianten des Widgets entwickeln, je nachdem, welche Informationen Sie Ihren Nutzern über die jeweiligen Widgets bereitstellen möchten.

App Clips: schnell und ergebnisorientiert

Bildmaterial: Apple

Eine weitere Neuerung sind die sogenannten App Clips: Hierbei handelt es sich um Bruchteile von vollständigen Apps, die lediglich für bestimmte Zwecke genutzt werden, ohne dafür die vollständige App installieren zu müssen. Per NFC-Tag, QR-Code, Direktlink oder mit dem von Apple entwickelten App-Clip-Code kann dann die benötigte Funktion innerhalb von Sekunden aufgerufen werden. Nach Erledigen der Aufgabe wandern die App Clips in die App Library, wo später bei Bedarf die komplette App runtergeladen werden kann. App Clips werden ebenfalls als Teil der Nativen App entwickelt. Die maximale Größe dieser Spezial-Funktionalitäten darf zehn Megabyte betragen.

Apple hat viele weitere Neuerungen vorgenommen, unter anderem für Maps, Nachrichten, Smart Home Funktionen und die Verbindung mit Fahrzeugen. Worauf sich iOS-Nutzer diesen Herbst außerdem freuen dürfen, lesen Sie hier.

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Material Titelbild: Apple
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