Flutter: 7 gute Gründe, warum es die Cross-Platform-Technologie für Ihre App ist

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Solution Architect

03.02.2021
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Cross-Platform-Technologien sind in der Entwicklung von mobile Apps nicht mehr wegzudenken. Eine davon ist das Framework Flutter von Google, welches 2017 als Durchstarter die App Entwicklung nachhaltig prägte, veränderte und erleichterte. Doch was macht Flutter so beliebt?

Wer eine App entwickeln (lassen) möchte, muss sich neben Geschäftsmodell, Marketing und Budget auch mit den richtigen Technologien für das App-Projekt befassen. Hier stellt sich schnell die Frage, ob die App nativ, also jeweils perfekt auf die verschiedenen Betriebssysteme (vor allem Android und iOS) abgestimmt sein muss oder ob eine Cross-Platform-Lösung (die für mehrere Betriebssysteme funktioniert, dafür aber nicht ganz so performant ist) für Ihren Anwendungsfall genügt. Mehr zu den Unterschieden, sowie Vor-und Nachteilen von nativen und Cross-Platform-Apps lesen Sie hier!

Das Beste aus beiden Welten bietet Ihnen die Cross-Platform-Technologie Flutter. Hier die 7 Gründe, warum es sich für Ihre App-Entwicklung lohnen kann:

1. Aus 2 mach 1: Die gemeinsame Code-Basis

Flutter ist eine Cross-Platform-Technologie von Google auf der Basis der Programmiersprache Dart. Mit Flutter lassen sich Apps mit nativer Performance entwickeln – jedoch mit nur einer gemeinsamen Code-Basis für die unterschiedlichen Plattformen. Das heißt: Die Core Logik sowie das User Interface der App werden für iOS und Android entwickelt, ohne dass zwei unabhängige Apps programmiert werden müssen.

2. Die Kosten- und Zeitersparnis

Mit Flutter lassen sich zwei Apps mit nativer Performance gleichzeitig entwickeln. Dadurch ist die Entwicklung mit deutlich weniger Zeitaufwand und entsprechend geringeren Kosten verbunden. Dabei ist erwähnenswert, dass auch zukünftige Feature-Entwicklung, Bug Fixes oder sonstige Anpassung nur einmal, statt gleich zweimal durchgeführt werden müssen. Wenn man bei der nativen Entwicklung Änderungen am Code sehen möchte, muss man diesen immer wieder aufs Neue kompilieren. Das kostet wertvolle Zeit und macht sich bei der Entwicklungsdauer bemerkbar. Bei der Entwicklung mit Flutter entfällt dieser Zeitfresser. Der Code muss während der Entwicklung nicht kompiliert werden. Die Änderungen am Code können direkt eingesehen werden.

3. Die volle Power UX und Design

Insbesondere bei Anwendungen, die mit einer starken UX und Design bestechen müssen, bietet Flutter so einige Vorteile. Die App kann für iOS und Android im identischen Look entwickelt werden. So gibt es, wenn überhaupt, nur minimale Unterschiede in den beiden Versionen. Auch das spart unfassbar viel Entwicklungszeit und es müssen keine Kompromisse zur Nutzung nativer Elemente eingegangen werden – nur um Zeit und Kosten zu sparen. Sie erhalten ein von Ihnen bestimmtes Design, was das Auftreten der App einzigartig macht. Gleichzeitig lassen sich auch unterschiedliche UIs entwickeln – so haben Sie die volle Flexibilität. Elemente wie Animationen und Graphen lassen sich ebenfalls einheitlich und unkompliziert für die verschiedenen Betriebssysteme und Versionen einbinden. Im Vergleich zu einer nativen Entwicklung und bei der Nutzung anderer Cross-Platform-Technologien ist es deutlich komplexer – gerade bei solchen Elementen mit einheitlichem Look, der auch auf allen Versionen gleich aussieht.

4. Die Render Engine sorgt für weniger Fehler

Hervorzuheben ist auch die Render Engine von Flutter. Bei anderen Cross-Platform-Technologien kommt es häufig zu Fehlern in der Anwendung nach Betriebssystem-Updates. Die Render Engine von Flutter funktioniert unabhängig vom Betriebssystem und ist somit deutlich weniger anfällig für solche Fehler, was die Wartung erleichtert und Folgekosten in der Pflege minimiert.

5. Die App als Web App? Kein Problem!

Flutter erschafft sich darüber hinaus eine chancenreiche Zukunft, da es nicht nur die Plattformen iOS und Android, sondern auch macOS und das Web mit Progressive Web Apps bedient. Mittlerweile arbeitet das Entwicklerteam von Flutter daran, auch zukünftig die Programmierung von Apps für Windows und Linux zu ermöglichen. Auch wenn beispielsweise eine Web-Version aktuell für Sie nicht in Frage kommt, ist der Weg damit geebnet und es kann auf aufkommende Bedürfnisse nach einer Web-Version schnell eingegangen werden.

6. Das Betriebssystem Fuchsia

Google entwickelt zurzeit das neue Betriebssystem Fuchsia, das parallel zu Android laufen soll. Da Flutter ebenfalls von Google entwickelt wurde, ist es natürlich logisch, dass es mit Fuchsia kompatibel ist – und somit auch die mit Flutter entwickelte Anwendung.

7. Die Knowledge Base

Im Blick auf die Nachhaltigkeit gibt es außerdem eine große und immer weiterwachsende Community, die den Entwicklern eine umfangreiche Wissensbasis sowie vorhandene Libraries bietet. Die Entwickler können jederzeit auf das Wissen zugreifen und davon profitieren. Die Libraries können für das eigene Projekt genutzt werden und vermindern somit den eigenen Entwicklungsaufwand.

Die Vorteile von Flutter im Überblick:

Flutter Logo
Bild: Flutter

  • Die Entwicklungszeit und Kosten werden durch die Entwicklung einer Code-Basis für zwei Plattformen massiv reduziert
  • Bug Fixes & Co. müssen nur einmal vorgenommen werden – was wiederum Pflegekosten reduziert
  • Einheitliches, maßgeschneidertes Design für iOS und Android und einfache Einbindung von Elementen wie Graphen und Animationen
  • Die betriebssystemunabhängige Render Engine ist robuster gegen Fehler durch Betriebssystem-Updates
  • Hohe Entwicklungseffizienz, da während der Entwicklung der Code nicht kompiliert werden muss
  • Zukünftig besteht die Möglichkeit, die App auf weiteren Plattformen anzubieten
  • Kompatibilität mit neuem Betriebssystem Fuchsia
  • Die große und wachsende Wissensbasis, auf die Entwickler zurückgreifen können

Sie wissen nun, warum Sie von der Entwicklung mit Flutter nur profitieren können. Wenn Sie sich ein Big Picture über weitere App-Formate machen und erfahren wollen, welches App-Format am besten zu Ihrem Projekt passt, dann laden Sie sich jetzt den App-Format-Leitfaden kostenlos herunter:

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Titelbild: James Wainscoat auf Unsplash
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