Produktentwicklung digital – in 3 Schritten die richtigen Technologien für Ihre Anwendung finden

Profilfoto Doreen Eitelhuber
Chief Sales Officer

20.04.2021
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Ihr digitales Produkt soll auch in Jahren noch am Markt bestehen? Jetzt ist der Zeitpunkt, sich über die Technologie hinter Ihrer Idee Gedanken zu machen. 3 Faktoren bestimmen über den Erfolg Ihrer Anwendung.

Die anfänglichen Herausforderungen in der Produktentwicklung – Idee, Planung der Funktionalitäten und Definition eines MVP – sind überwunden. Damit stehen entscheidende Pfeiler bereits. Ein wichtiger fehlt allerdings noch: die technische Komponente Ihres Projektes. Die folgenden drei Punkte sollten Sie beleuchten, um den Grundbaustein des Produkts aus technischer Perspektive zu legen und so eine Anwendung zu entwickeln, die dauerhaft leistungsfähig bleibt.

1. Technologie Ihrer Software-Anwendung

Zum einen muss über die Technologie entschieden werden, mit der die Anwendung entwickelt wird. Dabei kommt es zum einen darauf an, welche Funktionalitäten die Anwendung hat. Zum anderen spielen Faktoren wie das Know How der internen Mitarbeiter und die Verbreitung von Sprachen und Frameworks im Unternehmen eine Rolle. So sollte geklärt werden, ob es standardisierte Technologien gibt, die auch für das neue Produkt berücksichtigt werden müssen, oder ob auch eine neue Technologie verwendet werden kann. Am Beispiel einer mobilen App müsste grundlegend geprüft werden, ob eine Cross-Platform-Entwicklung – also eine Codebasis für Android und iOS parallel in Frage kommt, oder ob die Funktionalitäten eine native Entwicklung bedürfen. Simple Anwendungen kommen in der Regel mit Cross-Platform-Technologien sehr gut aus. Anwendungen, die beispielsweise auf native Gerätefunktionalitäten wie Bluetooth zugreifen müssen oder von denen eine sehr lange Nachhaltigkeit gefordert ist, fahren mit einer nativen Entwicklung für Android und iOS getrennt besser.

Lesen Sie hier mehr zu den verschiedenen Formaten einer Mobilen App.

2. Die richtige Software-Architektur finden

Ein anderer wichtiger Faktor ist die Architektur. Muss ich mich um alles selber kümmern von Datenbank bis Speicher, oder gibt es Services, die ich nutzen kann? Existiert schon eine Umgebung, in die das Produkt integriert werden muss? Möglicherweise starten Sie auf einer grünen Wiese und es existiert noch keine etablierte IT-Infrastruktur, in die Sie Ihre Anwendung zwingend integrieren müssen. Dann sollten Sie prüfen, welche Anforderungen Sie an Ihre Anwendung haben und aus welchen Komponenten Ihre Anwendung besteht. Benötigen Sie Datenbanken? Werden Daten langfristig gespeichert? Ist die Verfügbarkeit der Anwendung gewährleistet, sodass unter allen Umständen immer darauf zugegriffen werden kann? Es ist außerdem wichtig zu wissen, wie viele Nutzer:innen gleichzeitig auf die Anwendung zugreifen werden. Ist der Zugriff variabel und nicht vorhersehbar? Wissen Sie schon genau, wann wie viele Nutzer:innen die Anwendungen verwenden, weil es gewisse Stoßzeiten in der Nutzung geben wird? All das sind Themen, die großen Einfluss auf die Wahl der richtigen Architektur haben. Wenn Sie diese Fragen beantworten können, ist der erste Baustein für die passende Architektur gelegt und man kann in die Architekturerstellung übergehen, in der einzelne Komponenten der Architektur evaluiert werden, bis das beste Ergebnis für den Anwendungsfall gefunden wurde.

3. Hosting: Public, Private, Hybrid Cloud?

Die Architektur beeinflusst ebenfalls die Hosting-Entscheidung. Doch müssen bezüglich Hosting noch weitere Punkte betrachtet werden wie Standort, Datenschutz und Verfügbarkeit. Wenn Sie beispielsweise in einem Teil der Anwendung extrem sensible Daten verarbeiten, die unter keinen Umständen auf öffentlichen Servern liegen dürfen, auch wenn diese gut geschützt sind, käme eine Public Cloud für diesen Teil der Anwendung weniger in Frage.

Bekannte Public Cloud Anbieter sind beispielsweise Amazon Web Services, Microsoft Azure oder Google Cloud Platform. Mit Hilfe der Cloud müssen Sie sich keine Gedanken machen, welche und wie viele Server Sie benötigen und wie leistungsstark diese sein müssen. Sie müssen auch nicht auf kaputte Hardware reagieren und aufwändig ins Rechenzentrum fahren, um defekte Teile auszutauschen. Die Cloud abstrahiert diese physikalische Komponente vollständig: Stattdessen definieren Sie einfach, wie viel Leistung Sie brauchen und auch wie automatisch diese skalieren soll. Sie mieten also keinen physischen Server, sondern nur Rechenleistung. Mit einer Public Cloud können Sie auf sich ändernde Anforderungen schneller reagieren, da diese (fast) unlimitierte Kapazitäten zur Verfügung stellt, die Sie je nach Bedarf schnell und einfach beanspruchen können. Aus diesem Grund werden die Anbieter auch Hyperscaler genannt.

Angenommen, diese öffentlichen Clouds kommen für bestimmte Teile der Anwendung nicht in Frage, können Sie trotzdem evaluieren, ob Ihnen Services der Hyperscaler wie Datenbanken oder Speicher für andere Bereiche der Anwendung Mehrwert bieten, sodass ein hybrides Modell in Frage kommt. Damit kann ein Teil in der privaten Cloud liegen und ein anderer Teil kann die Vorteile der Public Cloud nutzen, ohne dass dies Auswirkungen auf die private Cloud hat. In den meisten Fällen ist das Hosting sehr stark mit der Architekturentscheidung verflochten. Beides bedingt sich gegenseitig.

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Titelbild: Cesar Carlevarino auf Unsplash
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