Softwareentwicklung: Inhouse, Freelancer oder IT-Dienstleister?

Kaum ein Geschäftsmodell kommt heute noch ohne digitale Lösungen aus. Ob Cloud-Lösungen, spezielle Webanwendungen, mobile Apps oder komplexe IoT-Systeme: Früher oder später begegnen Sie dem Thema Softwareentwicklung. Doch wer programmiert Ihnen eine Cloud-Lösung genau nach Ihren Vorstellungen? In der Regel haben Sie die Wahl zwischen Inhouse Entwicklung, Freelancern und einem professionellen Cloud Dienstleister. Im Folgenden schauen wir uns alle drei Varianten an und blicken auf ihre Vor- und Nachteile.

Die Herausforderungen der Inhouse Softwareentwicklung

Software Entwicklung Code

Die Anwendungsentwicklung durch ein internes IT Team erscheint oft als naheliegende Lösung: Die eigene IT kennt das Unternehmen am besten und Sie sparen Ausgaben für externe Dienstleister. Der gesamte Prozess, von der Konzeption über das Testing bis hin zum Rollout samt Projektmanagement geschieht im Unternehmen und kann so flüssig koordiniert werden. Ganz so einfach ist es in der Regel allerdings nicht. Die Inhouse Entwicklung geht mit einem hohen Aufwand auf Unternehmensseite einher, vor allem personell. Zwar kennen Sie Ihr Team am besten und können einschätzen, welche Möglichkeiten sich bieten. Jedoch enden diese natürlich dort, wo auch die Fähigkeiten Ihrer IT eine Grenze erreichen. Benötigen Sie spezielle Fähigkeiten, die Ihre IT nicht abdecken kann, müssten Sie die Experten erst noch recruiten. Ein schwieriges, langwieriges und teures Unterfangen: Der Markt ist zunehmend überfischt. Geld und Zeit, die Sie bereits in Ihr Projekt hätten investieren können.

Mitarbeiter umschulen?

Besteht bereits intern ein IT Team, ist es eine Herausforderung einen Mitarbeiter umzuschulen. Eine App-Entwicklung beispielsweise ist mit der Entwicklung eines anderen Systems nicht gleichzusetzen. Ressourcen? Unternehmensziel? Eine Anwendung oder mehrere? Eine Menge Fragen, die sich Unternehmen stellen sollten, bevor ad hoc ein eigenes Team aufgestellt wird. Höchstwahrscheinlich haben Ihre eigenen Entwickler zudem gar nicht die nötige Zeit, um sich in ein komplett neues Arbeitsfeld einzuarbeiten. Häufig resultieren daraus Projekte, die nie fertig werden oder denen man ansieht, dass sie ein "Erstlingswerk" sind.

Auch nach Abschluss des Projektes braucht Ihre Anwendung weiterhin personelle und somit auch finanzielle Ressourcen für Pflege und Wartung, die Ihr Unternehmen bereitstellen muss.

Fazit zur Inhouse Softwareentwicklung

Die Inhouse Entwicklung erweist sich mit Blick auf den Stundensatz als die kostengünstigste Variante. Allerdings nehmen Sie hier einen hohen Aufwand für Ihr Team sowie ein erhöhtes Scheiter-Risiko in Kauf. Rechnen Sie außerdem mit versteckten Aufwendungen für Ihre eigenen Mitarbeiter, Recruiting und als Ausgleich für den Personalmangel an anderen Stellen.

Freelancer: hohe Spezialisierung, ungewisse Zukunft

Freelancer

Inzwischen existiert eine bunte Palette an IT-Freelancern, die Sie für Ihr Software Projekt konsultieren können. Das ist besonders praktisch, wenn Sie einen Experten für einzelne, spezielle Technologien benötigen, da jeder Freelancer andere Qualitäten bietet. Wenn Sie also einige Lücken in Ihrem internen Team füllen müssen, kann sich ein Blick auf die diversen Freelancer Portale lohnen. Dabei besteht allerdings immer ein gewisses Risiko: Für jemanden, der nicht technikaffin ist, ist schwer zu erkennen, ob es sich um einen Experten oder "Blender" handelt. Wie kann ein Unternehmen die Arbeit des Freelancers bewerten, wenn das nötige technische Know-how fehlt?

Vorbereitung und Koordination

Bedenken Sie zudem, dass externe Dienstleister mit Ihren Unternehmensstrukturen nicht vertraut sind und es von Ihrer Seite deshalb an gründlicher Vorbereitung bedarf, um den vorübergehenden Mitarbeiter optimal ins Projekt zu integrieren. Allgemein erfordert auch dieses Modell der Zusammenarbeit viel Koordinationsaufwand auf Unternehmensseite, da Sie neben den kompletten internen Abläufen auch noch die Kommunikation zu den externen Dienstleistern steuern müssen. Besonders komplex wird es, wenn Sie mehrere Freelancer beauftragen. Da sowohl Konzeption als auch Projektmanagement auf Unternehmensseite erfolgen, erhöht sich durch das Einschalten verschiedener externer Zulieferer der Koordinationsaufwand. Briefings, Statusmeetings und Abnahmen müssen dann für diverse Schnittstellen koordiniert werden. Auch das erfordert wieder die nötigen personellen Ressourcen.

Softwarepflege

Selbst wenn die Anwendungsentwicklung ein voller Erfolg war: Ist der Freelancer für die spätere Pflege der Software verfügbar? Freelancer sind tendenziell daran interessiert, möglichst viele Projekte abzuschließen (und damit Referenzen zu sammeln), als irgendwann nur noch diverse Softwareanwendungen zu warten.

Fazit zur Arbeit mit IT-Freelancern

Ein Freelancer kann Ihr Unternehmen in der Entwicklung entlasten und ist in der Regel günstiger, als ein größerer Cloud Dienstleister. Gleichzeitig benötigen Sie aber weiterhin Ressourcen für Projektmanagement, Testing und gegebenenfalls für die Pflege der Cloud-Anwendung. Rechnen Sie Kosten und Nutzen deshalb unbedingt genau durch, bevor Sie einen oder mehrere Freelancer beauftragen.

Alles aus einer Hand: professioneller Cloud Dienstleister

Entwickler Team

Der Vorteil eines professionellen Cloud Dienstleisters ist, dass dieser in der Regel über die nötige Expertise in Form von Entwicklern und Grafikern mit langjähriger Erfahrung verfügt – egal ob Sie bereits eine Anwendung haben, die weiterentwickelt werden soll oder eine komplett neue Software entwickeln lassen möchten. Strukturierte und erfahrene Projektmanager betreuen das Software-Projekt intensiv und agieren als direkter Ansprechpartner mit Ihnen. Sie als Kunde stehen nicht vor der riesigen Herausforderung, das Projekt direkt mit den Entwicklern koordinieren zu müssen – der Projektmanager nimmt Ihnen diese Aufgabe ab. Er behält Ressourcen im Auge und sorgt für einen sauberen Projektverlauf, damit Sie das bekommen, was Sie sich vorstellen. So müssen Sie von Unternehmensseite lediglich 1-2 verantwortliche Ansprechpartner bereitstellen.

Erfahrung, Routine und spezielle Fähigkeiten

Die Chancen stehen gut, dass ein Full-Service-Dienstleister die günstigere Lösung im Vergleich zur internen Entwicklung oder der Arbeit mit Freelancern ist. Sie sparen sich die kräftezehrende Spin-Up Phase für ein neues Team und neue Technologien, da Sie ein routiniertes Expertenteam einsetzen. Die Effizienzvorteile amortisieren damit sogar die relativ hohen Stundensätze, die ein professioneller Dienstleister für Ihre Anwendung aufrufen muss. Aufgrund ihrer Größe und Erfahrung mit umfangreichen Projekten sind Cloud- und App Dienstleister oft vertraut mit den Richtlinien rund um die Softwarevalidierung oder anderen besonderen Anforderungen an die Entwicklung.

Dauerhaftes Qualitätsmanagement der Software

Durch professionelles Testing und Zwischenreleases ermöglicht der Full-Service-Dienstleister ein nachhaltiges und dauerhaftes Qualitätsmanagement während der gesamten Entwicklung. Dies ist enorm wichtig, um die maximale Funktionalität Ihrer Anwendung zu garantieren.

Service-Vertrag für Ihre Software

Software Vertrag

Auch wenn Ihr Projekt schließlich abgeschlossen ist, sorgt der Software Dienstleister dafür, dass Ihre Anwendung langfristig gepflegt wird, damit sie auch noch in fünf Jahren auf den neuesten Geräten und Betriebssystemen läuft. Gute Softwareentwickler bieten dafür einen Service-Vertrag an, der Folgendes regelt:

  • die Stundenanzahl für die Weiterentwicklung,
  • Pflege und Responsezeiten für Notfälle und
  • eine Garantie innerhalb einer bestimmten Zeit.

Des Weiteren sorgen professionelle Cloud Dienstleister für eine kontinuierliche Überwachung: Treten Fehler auf, werden unverzüglich Updates an Ihrer Anwendung vorgenommen. Nur so lassen sich hohe Nutzerzahlen und ein hohes Engagement erzielen.

Fazit zum Full-Service-Dienstleister

Grade bei umfangreichen Projekten für verschiedene Plattformen und Geräte zahlt sich die Beauftragung eines professionellen Cloud Dienstleisters aus. Erfahrene Entwickler, Grafiker und UX-Experten sowie organisierte Projektmanager sorgen für eine reibungslose Entwicklung. Sie bieten meist ein Rundum-Sorglos-Paket an, arbeiten eng mit Ihnen zusammen und koordinieren das Projekt von Beginn an bis zur Veröffentlichung oder der Implementierung in einem Unternehmen. Aber auch beim Full-Service-Dienstleister müssen Sie mit eigenen Kapazitäten das Projekt begleiten – es wäre ein Fehler, zu erwarten, dass Sie nichts mit dem Projekt zu tun haben. Sie müssen Ansprechpartner stellen und die Entwicklung aktiv begleiten, um das Projekt zum Erfolg zu führen.

Exkurs: Enterprise Software Dienstleister oder kleine Manufaktur?

Viele Software Dienstleister gehören zum Typ der "App Manufakturen": Kleine Teams, die alle zusammen an wenigen Projekten gleichzeitig arbeiten. Hier wird vielleicht eine kleine bis mittlere Anwendung pro Quartal entwickelt – mit viel Liebe zum Detail und Herzblut. Für große Projekte sind solche Teams aber nicht geeignet. Die Teamgröße reicht nicht aus, um das Projekt im Zeitplan zu schaffen und solche Teams beherrschen die Komplexität großer Projekte häufig nicht.

Im Gegensatz dazu verfügen Enterprise Software Dienstleister über einen kraftvollen Mitarbeiterstamm an Grafikern, Projektmanagern und Entwicklern, die Deadlines einhalten können. Sie sind ein schlagkräftiges, interdisziplinäres und eingespieltes Team im gleichen Raum.

Tipp: Vertrauen Sie keinen kleinen Agenturen, die mit einem Netzwerk an Freelancern zusammenarbeiten. Ein Software-Projekt ist kein einmaliges Projekt, es bedarf beständig langfristiger Ressourcen. Das kann ein Freelancer nicht garantieren.

Worauf Sie in allen Fällen achten sollten...

Datensicherung

Ob Sie sich für die Inhouse Entwicklung, Freelancer oder einen Full-Service-Dienstleister entscheiden, hängt immer von Ihren Anforderungen an die Softwareanwendung und Ihren personellen, aber auch finanziellen Ressourcen ab. Grundsätzlich fahren Sie günstiger und entspannter, wenn Sie die Entwicklung in erfahrene Hände abgeben können, die Ihnen den Rücken freihalten, sodass Sie sich bereits auf weitere, strategische Maßnahmen wie Vertrieb und Marketing konzentrieren können.

Wie Sie sich auch entscheiden: Achten Sie stets darauf, dass Sie das gesamte Wissen rund um Ihre App Anwendung oder Cloud Lösung in Ihrem Unternehmen archivieren. So haben Sie die Kontrolle über Ihre Anwendung und können entscheiden, wann und wo daran weiterentwickelt wird. Es muss es selbstverständlich sein, dass die Quelltexte und Rechte Ihrer App auch Ihnen gehören. Wenn Sie das Projekt inhouse durchführen, stellen Sie sicher, dass auch neue Mitarbeiter gut in die Weiterentwicklung einsteigen können und dass Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen, Ihre Learnings für Nachfolger festhalten. Bei einer externen Entwicklung gilt: Seriöse Freelancer sowie Cloud- und App-Dienstleister stellen Ihnen den gesamten Quellcode zur Verfügung. So sichern Sie die Weiterentwicklung für einen langen Zeithorizont.

Unser Tipp für Sie

Es lohnt sich, eigenes Know-how anzueignen. Greifen Sie auf externe Dienstleister zurück, lassen Sie diese einen Ihrer Mitarbeiter in die Software-Entwicklung einarbeiten und schulen. So lässt sich im nächsten Software Projekt die Effizienz steigern, weil die Projekt-Mitarbeiter ihr Fachwissen einsetzen können. Gute Software Dienstleister geben ihr Wissen weiter und schulen ihre Kunden, um deren strategische Risiken zu minimieren.

Auch ein Software Dienstleister muss wirtschaftlich denken. Nicht immer lohnt sich ein Projekt, weil er zu viele Ressourcen für zu geringe Ergebnisse oder bei begrenzten finanziellen Mitteln einsetzen müsste. Damit Sie nicht nach langer Recherche überrascht werden, sehen wir uns Ihr Vorhaben gerne an und geben eine individuelle Einschätzung: diskret und selbstverständlich kostenlos. Melden Sie sich gerne per E-Mail, per Telefon. Oder schreiben Sie uns direkt im Chat!

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